INKLUSION - Leitbild, Zertifikat


     

 

Inklusion bedeutet die aktive Umsetzung von Werten zur AKZEPTANZ GESELLSCHAFTLICHER VIELFALT* .

Um Inklusion in allen Arbeitsfeldern der frühen Kindheit zu etablieren, steht zu Beginn die Einsicht, dass sie kein festgefahrener Zustand ist, sondern eine Entwicklung, deren Umsetzung begleitet wird von FAKTEN, denen sich keiner entziehen kann:

> Inklusion ist ein Menschenrecht, das schon seit Jahrzehnten von Organisationen gefordert wird, die dafür kämpfen, dass alle Menschen die gleichen Rechte erhalten. Nach diesem Verständnis beschränkt sich der Anspruch der Inklusion nicht nur auf den Umgang mit Menschen mit Behinderungen sondern auf alle gesellschaftliche Gruppierungen, die Diskriminierungen erfahren.

> Inklusion ist - gebunden an den völkerrechtlichen Vertrag, den Deutschland 2009 nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert hat – eine gesetzliche Vorgabe – und damit verbindlich. Ihre Umsetzung ist nicht mehr diskutabel, nur noch das WIE muss gesamtgesellschaftlich gestaltet werden.

> Inklusion ist eine durch die UN-Behindertenrechtskonvention vorgegebene Handlungsleitlinie, die für alle 50 Artikel der Konvention gilt.

> Inklusion ist – gemäß Artikel 24 der Konvention - verstanden als gemeinsamer Bildungsanspruch und – ort von Kindern mit und ohne Förderbedarf, ein Konzept, das sowohl politisch wie pädagogisch mit Inhalt zu füllen ist.

Besonders die Umsetzung der inklusiven Bildung steht im Fokus der medialen Aufmerksamkeit und wird sehr kontrovers diskutiert.
Neben Schulen haben sich bereits viele Kindertagesstätten – mit steigenden Erfolgen – auf den
Prozess der Inklusion eingelassen.

„Inklusive Pädagogik schließt ein, von den Potenzialen und Stärken, die jeder Mensch hat, auszugehen. Inklusive Pädagogik ist eine Pädagogik, die das einzelne Kind nicht isoliert und nicht nur unter Lernaspekten betrachtet, sondern seine sozialen Bedürfnisse und Realitäten“ in allen Lebensbereichen „in den Mittelpunkt der Unterstützung rückt…“ (S.17)
Wir übernehmen die Erkenntnis, dass das, was „Kindern mit Förderbedarf…hilfreich ist“, auch „allen übrigen Kindern“ nützt (S. 18) und dass „es keinen Grund gibt, die jahrzehntelange integrationspädagogische Arbeit… abzuwerten“ (S. 30)**

INKLUSION heißt für uns WEITERENTWICKLUNG,

> d.h. dass Sie weiterhin bewährte Fortbildungsangebote in unserem Programm vorfinden, die durch konkrete Themenschwerpunkte ergänzt werden.

INKLUSION steht für uns für

> Begegnung auf Augenhöhe,
> Wertschätzung des Anderen und
> Akzeptanz der Vielfalt als Bereicherung


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* in Anlehnung an Booth, T. (2008) in: Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung (Hrsg.). Hinz, A., Körner, I. & Niehoff, U. Von der Integration zur Inklusion. Marburg: Lebenshilfe Verlag.

** Klemm, Klaus / Preuss-Lausitz (2011): „Auf dem Weg zur schulischen Inklusion in Nordrhein- Westfalen – Empfehlungen zur Umsetzung der UNI-Behindertenrechtskonvention im Bereich der allgemeinen Schulen. Gutachten für das Land NRW 

Zertifikat INKLUSION

Im Rahmen Ihrer persönlichen individuellen Kompetenzentwicklung haben Sie die Möglichkeit, innerhalb von 5 Jahren, ein ZERTIFIKAT in unserem Haus zu erlangen, dass Ihnen bescheinigt, dass Sie umfangreiches Wissen erworben haben, um qualifiziert in INKLUSIVEN Setttings / Arbeitsfeldern zu agieren.

Voraussetzungen zur Erlangung dieses Zertifikats:
> Verpflichtende Teilnahme an dem Kurs „Machen Sie sich fit für die Inklusionszukunft – Gemeinsam arbeiten, gemeinsam leben… Professionalität im inklusiven System“
> Nachweis von mind. 160 UE durch den Besuch von Fortbildungen in unserem Haus, die Sie sich individuell für Ihr Arbeitsfeld und Ihre Kompetenzentwicklung zusammenstellen.
Anerkannt sind alle Veranstaltungen außerhalb von Weiterbildungsreihen / zertifizierten Lehrgängen, die wir anbieten.

Nach Vorlage der Teilnahmebescheinigungen der Veranstaltungen, die Sie besucht haben, erhalten Sie ihr jeweiliges individuelles Zertifikat.